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Gelbfieber
 
   

   
 

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Was ist Gelbfieber?

 

Gelbfieber ist eine von Stechmücken übertragene Virusinfektion. Sie kann eine schwere Leberentzündung hervorrufen, so dass das Organ Funktionen wie Entgiftung des Blutes und Herstellen von Gerinnungsfaktoren nicht mehr erfüllen kann. Die Patienten haben hohes Fieber, werden „gelb“ wie bei der Gelbsucht (Hepatitis), bluten ohne äußere Ursache und sterben oft. Daher spricht man von einem „Hämorrhagischen (zu Blutungen neigenden) Fieber“. 

 

Wo gibt es Gelbfieber?



Diese beiden Karten der Weltgesundheitsorganisation zeigen die Gebiete, in denen das Gelbfiebervirus zwischen Stechmücken und Affen zirkuliert. Immer wieder kommt es in diesen Gebieten zu sporadischen menschlichen Infektionen, die aber wegen der Ähnlichkeit mit anderen Erkrankungen und wegen fehlender Möglichkeiten zur speziellen Diagnostik oft nicht erkannt werden. Reist ein Patient in der Inkubationszeit oder zur Behandlung in Städte und über internationale Grenzen, so kann es innerhalb weniger Wochen zum Ausbruch gefürchteter Epidemien kommen. 
Liste der betroffenen Länder in alphabetischen Reihenfolge

 

Wie bekommt man Gelbfieber?

 

Gelbfieber wird praktisch ausschließlich durch den Stich (eigentlich: den Biss) von Stechmücken der Gattung Aedes übertragen. Dies sind nicht die Überträger der Malaria. Aedes-Mosquitos sind fast weltweit verbreitet. Sie stechen überwiegend tags und oft mehrfach an einem Tag, was zu einer hohen Zahl Gelbfieber-Infizierter innerhalb weniger Tage führt. Für die Ausbreitung von städtischen Epidemien ist vor allem eine in den Tropen weitverbreitete Art verantwortlich: Aedes aegypti. Sie wurde in vielen Ländern systematisch bekämpft. Der wirtschaftliche Niedergang vieler Länder und das falsche Gefühl, Aedes aegypti schon besiegt zu haben, führen seit vielen Jahren wieder zu einer zunehmenden Verbreitung.


Aedes aegypti beim Biss    


       Ausbreitung in Südamerika

Kann man Gelbfieber heilen?

 

Gelbfieber kann unbemerkt verlaufen. Bricht aber die Krankheit aus, so sind schwere Verläufe die Regel. Auch bei Anwendung intensivmedizinischer Maßnahmen muss man davon ausgehen, dass mindestens die Hälfte der Patienten stirbt.

 

Wie kann ich mich gegen Gelbfieber schützen?

 

Prinzipiell ist ein guter Mückenschutz zu empfehlen. Dieser ist aber gerade tagsüber kaum möglich. Daher ist die Impfung gegen Gelbfieber von besonderer Bedeutung. Ihre Entwicklung in den 1930er Jahren war ein solcher Fortschritt, dass an den Entwickler, Max Theiler, 1951 der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde.

 

Ist die Impfung wirksam?

 

Wenn die Impfung technisch einwandfrei mit einem korrekt gelagerten Impfstoff durchgeführt wurde, ist eine Erkrankung an Gelbfieber für 10 Jahre praktisch ausgeschlossen. Der Schutz beginnt 10 Tage nach der Impfung.

 

Ist die Impfung gefährlich?

 

Der verwendete 17-D-Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff, also eine „Testinfektion“ mit einer nicht krankmachenden Virusvariante. Sie muss vom Körper abgefangen werden, was manchmal zu grippeähnlichen Symptomen ca. 1 Woche nach der Impfung führen kann. Probleme an der Einstichstelle sind sehr selten. Das Virus wird nicht ausgeschieden oder an die Umgebung weitergegeben. In den vergangenen Jahren wurden aus den USA, Brasilien und Australien über wenige Fälle schwerer Krankheitsbilder, auch mit Todesfolge, auf die Impfung hin berichtet. Dabei scheint es sich überwiegend um Personen mit bestimmten Immundefekten gehandelt zu haben. Bezogen auf etwa 500 Mio. Geimpfter ist dieses Risiko jedoch minimal.

 

Kann man Kinder impfen?

 

Kinder sollten nicht ohne guten Grund zu Tropenreisen mitgenommen werden. Ein solcher Grund kann etwa bei beruflichen Auslandsaufenthalten der Familie oder bei Kindern aus internationalen Partnerschaften vorliegen. Kinder ab 6 Monaten können gegen Gelbfieber geimpft werden, Kinder unter einem Jahr erhalten dabei nur die halbe Impfdosis.

 

Wer darf nicht geimpft werden?

 

Wegen der Züchtung der Impfviren in Hühnereiern kann eine geringe Menge Hühnereiweiß im Impfstoff enthalten sein. Wer dagegen allergisch ist, also auch Hühnereier nicht essen darf, sollte nicht geimpft werden. Auch wer in den letzten vier Wochen eine andere Lebendimpfung erhalten hat, etwa gegen Mumps, Masern und Röteln, kann nicht geimpft werden. Natürlich kann man auch Personen nicht impfen, die zur Bildung von Antikörpern nicht in der Lage sind oder gerade einen fieberhaften Infekt durchmachen. 2 Wochen nach der Impfung sollte man kein Blut spenden, um das Impfvirus nicht an den Transfusionsempfänger weiter zugeben.

 

Warum verlangen manche Länder die Impfung von Einreisenden?

 

Aufgrund internationaler Übereinkunft dürfen Länder die Einreise von einer Gelbfieberimpfung abhängig machen, um sich vor der Einschleppung der Krankheit und der Auslösung einer Epidemie zu schützen. Manche Länder verlangen das Impfzertifikat von allen Einreisenden, andere nur von denen, die in Ländern mit Gelbfiebervorkommen waren und daher in der Inkubationszeit sein könnten.

 

Reicht es, nur dann zu impfen, wenn ein Land es vorschreibt?

 

Man kann nicht klar genug zum Ausdruck bringen, dass es bei der Pflichtimpfung um den Schutz des Gastlandes geht und nicht um den Schutz des Reisenden. Die Aussage „da sind keine Impfungen vorgeschrieben“ heißt also im Klartext: „das Reiseland hat keine Angst vor Ihnen“. Das ist auch verständlich, denn in Deutschland gibt es ja kein Gelbfieber. Bei der Impfung geht es uns aber noch um einen zweiten Aspekt, nämlich um den Schutz des Geimpften vor einer zwar seltenen, aber oft tödlichen Erkrankung. Unter diesem Aspekt kann der Rat nur lauten: Wer in ein Gelbfiebergebiet reist, sollte gegen Gelbfieber geimpft sein, sofern es keine medizinischen Gegengründe gibt. Wer sich danach richtet, kann auch bei späterer Einreise in andere Länder nie in die Situation kommen, am Flughafen unter oft zweifelhaften Bedingungen zwangsgeimpft zu werden.

 

Was ist mit dem Schutz von last-minute-Reisenden?

 

Auch direkt vor der Abreise ist eine Impfung noch sinnvoll, wenn auch die ersten Tage am Ziel noch kein Schutz besteht und das Gastland eine Bescheinigung über die erfüllte Pflichtimpfung erst nach 10 Tagen anerkennen muss. Wer ein Gelbfiebergebiet (Venezuela, Gambia, Kenia, ...) für sich als Ziel nicht ausschließt, sollte sich die sehr gut verträgliche Impfung schon geben lassen, bevor das genaue Ziel feststeht.

 

Warum dürfen nur besondere Impfstellen gegen Gelbfieber impfen?

 

Die korrekte Durchführung und Bescheinigung der Impfung entscheidet über die Einreiseerlaubnis. Um „Wildwuchs“ zu vermeiden, gilt für die Bundesrepublik wie für alle anderen Länder aufgrund internationaler Vereinbarungen die Beschränkung auf registrierte Impfstellen. Früher war auch die große Empfindlichkeit des Impfstoffes ein wichtiges Argument, dieses ist mittlerweile jedoch entfallen.

 

Wie gehe ich jetzt vor, um die Impfung zu bekommen?

 

Melden Sie sich in einer der autorisierten Gelbfieberimpfstellen. Bei uns brauchen Sie Ihren Impfausweis, evtl. Ihren Allergiepass und die EC-Karte. Sie erleichtern uns die Vermeidung von Wartezeiten, wenn Sie sich vorher anmelden. Der Impfstoff gegen Gelbfieber (wie auch die anderen reisemedizinisch bedeutsamen Impfstoffe) ist immer vorrätig.
Öffnungszeiten und Lageplan

 

Alphabetische Liste der Länder mit Gelbfiebervorkommen

Äthiopien                                           Kongo, D.R.
Angola                                                Liberia
Benin                                                  Mali
Bolivien                                              Niger
Brasilien                                             Nigeria
Burkina Faso               Panama
Burundi                                               Peru
Ecuador                                             Ruanda
Elfenbeinküste                                  Sao Tome & Principe
Franz. Guyana         Senegal
Gabun                                                Sierra Leone
Gambia                                              Somalia
Ghana                                                Sudan
Guinea                                               Surinam
Guinea-Bissao  Tansania
Guyana                                               Togo
Kamerun                                            Tschad
Kenia                                                  Uganda
Kolumbien                                         Venezuela
Kongo, R.            Zentralafrik. Republik

 

   
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