Eine Malariagefahr besteht - von Ausnahmen abgesehen - nur in den Tropen und Subtropen, wenn es die übertragungsfähigen Stechmücken auch noch in vielen anderen Gegenden einschließlich Europas gibt. Weltweit sterben jährlich etwa 2 Mio. Menschen an der Malaria, vor allem der Tropica, in Deutschland gibt es jährlich rund 2000 Erkrankungen mit 25 Todesfällen.
Wenn der Mensch infiziert wird, wandert der Parasit zunächst in die Leber und vermehrt sich in einer Leberzelle. Zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt, der auch Jahre nach der Infektion liegen kann, platzt diese Zelle und die Parasiten werden in die Blutbahn eingeschwemmt. Jetzt beginnt ein Entwicklungszyklus, der mit der Zeit rhythmisch werden kann und dann an jedem dritten ("Tertiana") oder vierten ("Quartana") Tag zu einem Fieberschub führt. Gerade im Anfang der Infektion stehen aber nur ein unregelmäßiges Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen im Vordergrund, manchmal tritt ein Durchfall hinzu.
Bei Fieber nach Tropenaufenthalt muss umgehend ein Malariatest gemacht werden!!!
Dazu mikroskopiert man das Blut nach Anfertigung eines Ausstriches und eines sogenannten Dicken Tropfens. Die Auswertung solcher Bluttests auf Malaria dauert nur etwa eine halbe Stunde, wenn ein Labor und ein qualifizierter Auswerter verfügbar sind und eine Schnellfärbemethode angewandt wird. In unserer Praxis warten die Patienten meist solange, um das Ergebnis sofort zu erfahren.
Die Malaria ist grundsätzlich heilbar, Geschichten von "bleibender Malaria" zeitlebens sind meist nicht glaubwürdig. Je nach Erreger und Resistenzlage im Herkunftsland des Parasiten muss ein geeignetes Mittel ausgewählt werden. Dennoch gibt es Situationen, in denen die hohe Konzentration der Parasiten im Blut und Störungen von Organfunktionen nicht mehr zu beheben sind. Um Todesfälle an Malaria bei Reisenden zu vermeiden, gibt es zwei wesentliche Strategien: